Backpacking für Anfänger – Alles, was Du wissen musst

Fertig mit der Schule? Das Studium endlich in der Tasche? Einfach mal raus aus dem Alltag? Dann könnte Backpacking genau das Richtige für Dich sein. Beim Backpacking bestimmst Du selbst die Route und reist flexibel durch das Land Deiner Wahl (oder sogar mehrere).
Doch so frei das Reisen ist, so wichtig ist auch eine gute Vorbereitung, denn der Rucksacktourismus erfordert eine solide Budgetplanung, eine gut durchdachte Unterkunftssuche und robuste Ausrüstung. Aber keine Panik, in diesem Ratgeber zeigen wir Dir alles, was Du als Anfänger rund ums Backpacking wissen musst.
Unter anderem erfährst Du: Was ein Backpacking-Trip kostet, welche Länder bei Backpackern besonders beliebt sind und wie Du Deinen Trip stressfrei organisierst.
Inhaltsverzeichnis:
1. Was versteht man unter Backpacking?
2. Ist Backpacking das Richtige für mich?
3. Wo kann man gut Backpacking machen?
4. Budgetplanung – Wie viel Geld braucht man für das Backpacking?
5. Backpacking planen – Wie geht man als Backpacker vor?
6. Wie die richtige Ausrüstung für den Backpacking-Trip finden?

1. Was versteht man unter Backpacking?
Beim Backpacking (auch Rucksacktourismus genannt) bist Du mit einem Rucksack in der Welt unterwegs. Du reist leicht, flexibel, kostengünstig und nur mit dem Nötigsten im Gepäck. Dabei geht es nicht um minutiös durchgeplante Pauschalreisen.
Vielmehr steht das Abenteuer im Vordergrund. Du entscheidest spontan, wohin es als Nächstes geht, bleibst länger an Orten, die Dich begeistern und ziehst weiter, wenn Dich das Fernweh packt.
Was ist der Ursprung des Backpacking?
Das Backpacking geht auf die Hippie-Bewegung der 60er und 70er zurück. Damals lehnten Reisende erstmals klassische Pauschalurlaube ab und wollten stattdessen möglichst günstig neue Länder und Kulturen erkunden.
Die ersten Backpacker hatten dabei in der Regel nur wenig Geld auf dem Konto und reisten deshalb besonders erschwinglich. Sie entschieden grob, wohin die Reise gehen sollte, überließen Unterkunft und Verpflegung jedoch dem Zufall. In erster Linie ging es dabei um Selbstfindung, das Sammeln spiritueller Erfahrungen und das Gefühl grenzenloser Freiheit.
2. Ist Backpacking das Richtige für mich?
Die Motivation für einen Backpacking-Trip variiert von Backpacker zu Backpacker. Einige Rucksacktouristen suchen nach neuen Perspektiven, wollen über sich hinauswachsen oder endlich Kulturen entdecken, von denen sie bisher nur gelesen haben.
Für andere steht die Auszeit vom Alltag im Vordergrund. Und wieder andere sehen darin den perfekten Start in einen neuen Lebensabschnitt, etwa nach dem Abschluss von Schule oder Studium.
Auch beim Alter gibt es keine festen Grenzen. Zwar sind die meisten Backpacker zwischen 18 und 35 Jahre alt, doch immer häufiger begegnet man unterwegs auch Menschen jenseits der 40, 50 oder sogar 60 Jahre.
Warum Backpacken? – Das sind die Vorteile des Backpacking
Neue Perspektiven: Du entdeckst die Welt aus anderen Blickwinkeln und lernst, offen für Neues zu sein.
Persönliche Entwicklung: Backpacking macht Dich selbständiger, flexibler und bringt Dir bei, ungewohnte Situationen zu meistern.
Backpacking-Community: Du triffst Gleichgesinnte, knüpfst enge Freundschaften und vernetzt Dich weltweit.
Günstig reisen: Trotz überschaubarem Budget erkundest Du zahlreiche Länder und sammelst dabei spannende Erlebnisse.
Kulturen & Menschen kennenlernen: Du begegnest Menschen aus aller Welt, lernst neue Traditionen kennen und erweiterst Deinen Horizont.
Reise zu Dir selbst: Backpacking ist nicht nur eine Entdeckungsreise durch die Welt, sondern auch eine Reise der Selbstfindung.
Backpacking trotz Verpflichtungen – Diese Optionen stehen Dir zu Verfügung
Egal, ob Du gerade die Schule abgeschlossen hast, studierst oder bereits im Arbeitsleben stehst, es gibt immer einen Weg, Deine Backpacking-Reise zu verwirklichen.
Kurztrips: Kurztrips von wenigen Wochen lassen sich gut in die Semesterferien, den Urlaub oder direkt nach der Schule einplanen.
Gap Year: Wenn Du Schule oder Studium abgeschlossen hast oder einen Jobwechsel planst, ist das Gap Year eine geeignete Gelegenheit. Du verschiebst dabei den Start Deiner Ausbildung oder des Jobs und nutzt die Zeit stattdessen, um die Welt zu erkunden. Arbeitgeber stehen solchen Erfahrungen mittlerweile positiv gegenüber, denn sie zeigen Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit und Eigeninitiative.
Sabbatical: Auch als Angestellter musst Du nicht auf Dein Abenteuer verzichten. Mit einem Sabbatical kannst Du Deinen Job behalten und trotzdem mehrere Monate am Stück reisen. Je nach Modell nimmst Du dazu unbezahlten Urlaub oder eine Freistellung, ohne dass Deine Position oder Sozialleistungen verloren gehen.
3. Wo kann man gut Backpacking machen?
Die wohl größte Herausforderung bei einer Backpacking-Reise ist die Wahl des Reiseziels. Pauschale Empfehlungen sind hier schwer, da jeder Backpacker eigene Vorstellungen und finanzielle Möglichkeiten mitbringt. Ebenso ist Erfahrung entscheidend.
Zu den beliebtesten Backpacking-Zielen gehören allerdings die Folgenden:
Dein Abenteuer muss im Übrigen nicht unbedingt an einer Grenze enden. Ob ein ganzer Kontinent oder sogar eine Weltreise, die Wahl liegt ganz bei Dir.

4. Budgetplanung – Wie viel Geld braucht man für das Backpacking?
Grundsätzlich variieren die Kosten des Backpacking je nach Reiseziel. Wenn Du Deine Reise auf günstige Länder in Südostasien oder Südamerika konzentrierst, kommst Du bereits mit einem Budget von rund 800 bis 1.000 Euro pro Monat aus.
Planst Du dagegen teurere Länder zu bereisen, solltest Du eher mit 1.200 bis 1.500 Euro monatlich rechnen. Die Weltreise über ein Jahr hinweg kostet Dich abhängig von der Reiseroute zwischen 12.000 und 20.000 Euro.
Wie finanziert man sich die Backpacking-Reise?
Budget planen: Berechne schon vor der Reise die voraussichtlichen Kosten für Flüge, Unterkünfte, Verpflegung, Transport und Freizeitaktivitäten.
Fixkosten & Tagessatz: Teile Ausgaben in einmalige Kosten und tägliche Ausgaben auf. Multipliziere anschließend den Tagessatz mit der Zahl der Reisetage und addiere die Fixkosten, um Dein Gesamtbudget zu ermitteln.
Sparpotenziale im Alltag: Reduziere Ausgaben vor der Reise durch Selbstkochen, Verzicht auf Abos, Untermiete oder den Verkauf ungenutzter Dinge.
Geld unterwegs verdienen: Nutze Work and Travel oder arbeite remote, um unterwegs Deine Reisekasse aufzustocken.
Kosten unterwegs senken: Wähle günstigere Alternativen (z. B. Couchsurfing statt Hotels) und nutze die Nebensaison zum Reisen.
5. Backpacking planen – Wie geht man als Backpacker vor?
Sicherheitshinweise: Informiere Dich beim Auswärtigen Amt über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise Deines Reiseziels.
Flüge: Plane genug Zeit für die Flugsuche ein und sei flexibel bei den Reisedaten sowie Routen. Auf diese Weise lassen sich oft mehrere Hundert Euro sparen (mehr zum Thema).
Reisedokumente: Kontrolliere vor der Abreise die Gültigkeit Deines Reisepasses bzw. Personalausweises. Dieser muss nach Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Einreisebestimmungen: Informiere Dich über die mögliche Aufenthaltsdauer, die Notwendigkeit von Rückreisetickets sowie finanzieller Nachweise und ob Du ein Visum für Dein Reiseziel benötigst.
Internationaler Führerschein: Für Roadtrips außerhalb Europas solltest Du einen internationalen Führerschein beantragen. Du erhältst ihn beim Bürgeramt und der Kreisverwaltungsbehörde.
Kreditkarten: Kreditkarten sind ideal, um weltweit bargeldlos zu bezahlen und Geld abzuheben, insbesondere außerhalb der Euro-Zone.
Transportmittel: Plane, wie Du zu Deinem Reiseziel kommst und Dich vor Ort bewegst. Je nach Region sind andere Transportmittel sinnvoll.
Internetzugang: Innerhalb der EU kannst Du Deinen deutschen Mobilfunkvertrag ohne Roaming nutzen. Außerhalb empfiehlt sich eine lokale Prepaid-SIM.
VPN: Ein VPN schützt unterwegs Deine Daten und ermöglicht Dir Zugriff auf Seiten, die im Ausland womöglich gesperrt sind.
Reiseversicherungen: Schließe Reiseversicherungen ab, um Dich bei Unfällen, Krankheit oder Diebstahl abzusichern. So bist Du im Fall der Fälle auf der sicheren Seite.
Sollte man beim Backpacking allein oder mit Reisepartner reisen?
Egal ob allein unterwegs oder mit Partner, beides hat seine Vorteile:
Vorteile beim Alleinreisen:
Du bist unabhängig und entscheidest spontan über Reiseroute, Dauer und Aktivitäten.
Du lernst schnell andere Backpacker mit ähnlichen Zielen oder Routen kennen.
Du entwickelst Dich persönlich weiter und wirst von Tag zu Tag selbständiger.
Vorteile beim Reisen mit Partner:
- Du reist mit jemandem, den Du kennst und der ähnliche Vorstellungen für die Reise hat.
- Ihr erlebt gemeinsam Abenteuer, die Euch auch nach der Reise noch verbinden.
Du sparst Geld bei Unterkunft und Ausrüstung (z. B. durch Doppelzimmer oder geteilte Utensilien).
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6. Wie die richtige Ausrüstung für den Backpacking-Trip finden?
Leichte, hochwertige Ausrüstung macht das Backpacking deutlich einfacher, kann aber gerade, wenn Du noch nicht genau weißt, was Du wirklich brauchst, teuer sein. Für die erste Reise lohnt es sich deshalb, Ausrüstung zu leihen oder zu mieten.
Das Ausleihen spart nicht nur Geld, sondern hilft Dir auch herauszufinden, welche Ausrüstung wirklich zu Dir passt. So kannst Du für die nächste Reise gezielt die Sachen kaufen, die sich bewährt haben.
Achte jedoch darauf, keine veraltete oder übermäßig große Ausrüstung zu verwenden, damit Dein Rucksack weiterhin angenehm sitzt.
Tipp: Während Du Dir Ausrüstung wie Schuhe, Schlafsäcke oder Kleidung persönlich beschaffen solltest, kannst Du andere Dinge wie Zelte, Kocher oder Wasserfilter auch mit anderen Reisenden teilen.
Packliste für den Backpacking-Trip
Rucksack: 55–65 Liter Fassungsvermögen
Zelt: Leichtes Cowboy-Camping-Zelt
Schlafsack & Schlafkissen: Für Temperaturen bis 30 °C oder wärmer
Wasser: Mindestens 3 Liter Kapazität
Geschirr: Persönliche Schüssel, Tasse und Löffel
Schuhe: Wanderschuhe oder leichte, synthetische Schuhe ohne Gore-Tex
Jacken: Warme Daunenjacke und wetterfeste Regenjacke
Kleidung: Funktionale Wanderkleidung
7. Wie findet man die richtige Unterkunft beim Backpacking?
Die richtige Wahl der Unterkunft hängt von Deinem Reisestil, Deinen Vorlieben und Deinem Budget ab. So kannst Du etwas mehr für Komfort ausgeben oder günstig übernachten, um mehr Geld in Abenteuer, Ausflüge und gutes Essen zu investieren.
Hauptsächlich wirst Du beim Backpacking jedoch in Hostels unterkommen, denn diese sind nicht bloß günstig, sondern bieten Dir auch die Möglichkeit, andere Reisende kennenzulernen. Nicht umsonst werden Hostels auf Englisch auch als „backpackers“ bezeichnet.
8. Welche Fehler gilt es beim Backpacking zu vermeiden?
Rucksackgewicht: Je leichter das Gepäck, desto angenehmer das Wandern. Idealerweise hältst Du Deinen Rucksack bei mehrtägigen Touren unter 12 kg.
Reiseroute: Plane moderate Tagesetappen von 11 bis 14 km ein und überfordere Dich nicht, besonders wenn Du Nachtausrüstung trägst.
Lebensmittel sichern: Bewahre Essen in kriechfesten Behältern auf, um Deine Vorräte vor Nagetieren zu schützen.
Essensplanung: Packe kalorienreiche Snacks in einer Mischung aus süß und salzig ein, plane Mahlzeiten und reduziere unnötige Verpackungen.
Körperliche Vorbereitung: Trainiere, längere Strecken in ähnlich beschaffenem Terrain zu bewältigen, um Dich an die Bedingungen Deiner Reise zu gewöhnen.
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