Work & Travel bezeichnet einen Auslandsaufenthalt, bei dem Sie gleichzeitig reisen und legal arbeiten. Ein Working Holiday Visum erlaubt Ihnen, mehrere Monate bis zu zwei Jahre im Zielland zu leben, Geld zu verdienen und dabei das Land zu erkunden. Das Konzept richtet sich vor allem an junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren.
Work & Travel: Was ist das und wie funktioniert es?

Work & Travel ist für viele junge Menschen der erste große Schritt in die Welt: Ein Jahr oder länger im Ausland leben, Geld verdienen und gleichzeitig reisen. Das Konzept klingt verlockend – und ist es auch. Aber wer unvorbereitet aufbricht, riskiert böse Überraschungen: fehlendes Visum, Versicherungslücken oder schlicht das falsche Budget. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf es wirklich ankommt.
Dieser Artikel beantwortet: Was genau ist Work & Travel, wie funktioniert ein Working Holiday Visum, welche Länder eignen sich am besten, was kostet die Vorbereitung – und welche Versicherung ist Pflicht?
Inhaltsverzeichnis:
1. Was bedeutet Work & Travel genau?
2. Wie funktioniert ein Working Holiday Visum?
3. Welche Länder eignen sich am besten für Work & Travel?
4. Was kostet Work & Travel – und wie finanzieren Sie es?
5. Welche Versicherung brauchen Sie für Work & Travel?
6. Work & Travel planen: Tipps und häufige Fehler
7. Fazit: Work & Travel lohnt sich – mit der richtigen Vorbereitung
8. Die 5 häufigsten Fragen zu Work & Travel
Was bedeutet Work & Travel genau?

Work & Travel (kurz W&T) bezeichnet eine Reiseform, bei der Sie mehrere Monate bis zu zwei Jahre im Ausland verbringen und dort legal arbeiten dürfen. Der Verdienst aus dem Job finanziert Ihren Aufenthalt und Ihre Reisen. Im Unterschied zu einem normalen Urlaub ist Work & Travel ein Lebensstil auf Zeit – mit echtem Alltag im Ausland.
Das Konzept ist nicht neu: Australien und Neuseeland bieten Working Holiday Visas schon seit Jahrzehnten an. Heute nehmen jährlich Hunderttausende junge Menschen aus aller Welt dieses Angebot wahr. Allein Neuseeland vergab im Geschäftsjahr 2022/23 über 44.000 dieser Visa.
Wie funktioniert ein Working Holiday Visum?
Das Working Holiday Visum ist die Grundlage für jeden Work-&-Travel-Aufenthalt. Es erlaubt Ihnen, im Zielland legal zu arbeiten und zu reisen – beides gleichzeitig. Ohne dieses Visum ist eine legale Beschäftigung im Ausland in der Regel nicht möglich. Es wird von der Botschaft oder Einwanderungsbehörde des Ziellandes ausgestellt und richtet sich an junge Erwachsene.
Typische Voraussetzungen für ein Working Holiday Visum:
- Alter zwischen 18 und 30 Jahren (bei einigen Ländern bis 35)
- Kein begleitendes Kind unter 18 Jahren
- Gültiger Reisepass
- Ausreichende finanzielle Mittel für die erste Zeit (Nachweis)
- Nachweis einer Auslandskrankenversicherung (bei vielen Ländern Pflicht)
- Keine Vorstrafen
In Australien können Sie mit dem Working Holiday Visum (Subclass 417 oder 462) zunächst 12 Monate bleiben. Wer 88 Tage in einem definierten Bereich (z. B. Landwirtschaft, Tourismus in regionalen Gebieten) arbeitet, kann das Visum um ein weiteres Jahr verlängern – sogar ein drittes Jahr ist möglich.
Welche Länder eignen sich am besten für Work & Travel?
Die Wahl des Landes hängt von Ihren persönlichen Zielen ab: Sprache lernen, gut verdienen, viel reisen oder ein bestimmtes Land kennenlernen. Die folgenden Länder sind unter deutschen Work-&-Travel-Einsteigern besonders beliebt.
- Australien: Der Klassiker schlechthin. Hoher Mindestlohn (ca. 27,70 AUD/Stunde [Zu prüfen]), englischsprachig, große Backpacker-Community. Regionale Arbeit (Farm Jobs) ermöglicht die Visumverlängerung.
- Kanada: Zweitbeliebtestes Ziel. Zweisprachig (Englisch/Französisch), vielfältige Landschaft, starker Arbeitsmarkt. Wichtig: Ohne spezielle Zusatzversicherung ist Kanada nicht versichert – die Kosten im Gesundheitssystem sind extrem hoch.
- Neuseeland: Einsteigerfreundlich, überschaubar und naturnah. Besonders attraktiv für Natur- und Abenteuerreisende. Visum für bis zu 12 Monate, teils verlängerbar.
- Japan: Wachsendes Interesse, besonders für Kulturfans. Sprachkenntnisse erleichtern den Einstieg erheblich. Das bilaterale Working Holiday Abkommen zwischen Japan und Deutschland besteht seit Jahren.
- Irland & Großbritannien: Für alle, die in Europa bleiben möchten. Sprachlich zugänglich, gute Jobangebote im Dienstleistungsbereich.

Was kostet Work & Travel – und wie finanzieren Sie es?
Work & Travel kostet in der Anfangsphase oft mehr, als man erwartet. Bevor der erste Gehalt eingegangen ist, müssen Sie Flug, erste Unterkunft, Lebenshaltungskosten und Versicherung selbst tragen. Als Faustregel gilt: Planen Sie mindestens 3.000–5.000 € Startkapital ein. Wer mit weniger startet, gerät schnell unter Druck.
Typische Kostenpunkte vorab:
- Flug (Hin- und Rückflug oder One-Way): 600–1.500 €
- Working Holiday Visum: 200–600 € je nach Land
- Auslandskrankenversicherung (12 Monate): ab ca. 300–600 €
- Erste Unterkunft / Hostel (erste Wochen): 300–800 €
- Lebenshaltungskosten bis zum ersten Gehalt: 500–1.500 €
Im Zielland gleichen viele Work-&-Travel-Teilnehmer ihre Kosten durch Jobs in der Gastronomie, Landwirtschaft, im Tourismus oder als Au Pair aus. Die meisten Zielländer haben Mindestlöhne, die deutlich über dem deutschen Niveau liegen.
Welche Versicherung brauchen Sie für Work & Travel?
Eine Auslandskrankenversicherung (AKV) ist für jeden Work-&-Travel-Aufenthalt unverzichtbar – und in vielen Ländern sogar Visumvoraussetzung. Ihre deutsche gesetzliche Krankenversicherung zahlt außerhalb der EU in der Regel nicht. Wer ohne AKV ins Ausland geht, trägt alle Behandlungskosten selbst – und die können in Ländern wie Kanada, den USA oder Australien existenzbedrohend hoch sein.
Auf was Sie bei der Work & Travel Versicherung achten sollten:
- Laufzeit: Mindestens 12 Monate, besser flexibel verlängerbar
- Weltweiter Schutz oder länderspezifisch – je nach Reiseroute
- Inklusive Rücktransport und Notfallversorgung
- Kanada/USA-Einschluss: Nur mit entsprechender Spezialversicherung möglich
- Anbieter mit Erfahrung im Langzeitbereich wählen
Bernhard Reiseversicherung vergleicht als freier Versicherungsmakler verschiedene Anbieter für Auslandskrankenversicherungen – auch für Work-&-Travel-Reisen über 12 Monate. So finden Sie den Schutz, der zu Ihrem Reiseziel und Budget passt.

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- Schutz bei Reiseabbruch: Mehrkosten bei vorzeitiger Rückreise werden erstattet.
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Work & Travel planen: Tipps und häufige Fehler
Tipps für einen erfolgreichen Start
- Beantragen Sie das Visum frühzeitig – Bearbeitungszeiten können 2–8 Wochen betragen.
- Kündigen Sie Ihre deutsche GKV nicht voreilig – informieren Sie sich über Ruhenstellen oder Auslandsstufe.
- Legen Sie sich ein lokales Bankkonto im Zielland an – spart Gebühren und erleichtert die Gehaltsabwicklung.
- Nutzen Sie die ersten Wochen, um sich zu orientieren – nicht sofort den erstbesten Job annehmen.
- Erstellen Sie eine Packliste und nehmen Sie nur das Nötigste mit – Gepäck ist im Ausland teuer.
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden:
- Zu wenig Startkapital: Viele unterschätzen die ersten Wochen ohne Gehalt. Mindestens 3.000 € als Reserve einplanen.
- Keine oder falsche Versicherung: Besonders bei Reisen nach Kanada/USA brauchen Sie eine spezielle Police.
- Visum vergessen oder zu spät beantragt: Ohne gültiges Working Holiday Visum darf man nicht legal arbeiten.
- Alle Ersparnisse aufbrauchen und früher zurückkehren: Immer einen Puffer für den Rückflug einplanen.
Fazit: Work & Travel lohnt sich – mit der richtigen Vorbereitung

Work & Travel ist eine der besten Möglichkeiten, die Welt zu entdecken, eine Sprache zu lernen und gleichzeitig praktische Berufserfahrung im Ausland zu sammeln. Wer gut vorbereitet ist – mit ausreichend Startkapital, gültigem Visum und der passenden Versicherung – kann ein Jahr erleben, das das Leben nachhaltig bereichert.
Der wichtigste Schritt vor dem Abflug: die richtige Auslandskrankenversicherung. Lassen Sie sich von Bernhard Reiseversicherung unverbindlich beraten – als freier Versicherungsmakler finden wir den Tarif, der zu Ihrem Reiseziel, Ihrer Reisedauer und Ihrem Budget passt.
Die 5 häufigsten Fragen zu Work & Travel
Deutsche können u. a. in Australien, Kanada, Neuseeland, Japan, Irland, Südkorea, Hongkong und weiteren Ländern ein Working Holiday Visum beantragen. Die genauen Bedingungen variieren je nach Land und Abkommen. Australien, Kanada und Neuseeland sind die klassischen Ziele.
Ja. Eine Auslandskrankenversicherung ist in den meisten Work-&-Travel-Ländern Voraussetzung für das Visum. Außerdem zahlt Ihre deutsche gesetzliche Krankenversicherung außerhalb der EU nicht. Ohne Versicherung tragen Sie alle Behandlungskosten selbst – diese können schnell fünf- bis sechsstellig werden.
Als Faustregel gilt: mindestens 3.000–5.000 € Startkapital, bevor Sie abfliegen. Damit decken Sie Flug, Visum, Versicherung und Lebenshaltungskosten für die ersten Wochen ab. Im Zielland können Sie durch Arbeit Ihre weiteren Kosten finanzieren.
In manchen Ländern ja. In Australien kann das Working Holiday Visum auf bis zu 3 Jahre verlängert werden, wenn Sie in einer anerkannten Tätigkeit (z. B. Landwirtschaft in regionalen Gebieten) gearbeitet haben. In Neuseeland und Kanada gelten eigene Bedingungen.

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Head of Marketing · Bernhard Reiseversicherungsmakler GmbH · seit 2017
Seit 2020 bin ich als digitaler Nomade unterwegs – und habe am eigenen Leib erfahren, dass selbst der beste Plan irgendwann mit der Realität kollidiert. Als Head of Marketing bei einem spezialisierten Reiseversicherungsmakler weiß ich: Die meisten Reisenden planen alles bis ins Detail – nur nicht den Ernstfall. Deshalb sollen sich meine Texte nicht nur auf klassische Reisetipps beschränken, sondern auch zeigen, wie man sich unterwegs sinnvoll absichert und Risiken richtig einschätzt.









