Studieren in Österreich: Universitäten, Kosten & Versicherung

Studenten in Österreich - Wien

Das Wichtigste in Kürze

✓ Als EU-Bürger sind Deutsche österreichischen Studierenden gleichgestellt – das Studium an öffentlichen Universitäten ist kostenfrei (nur ÖH-Beitrag: 21,20 € pro Semester).

✓ Ein Visum ist nicht nötig; wer länger als drei Monate bleibt, muss sich jedoch anmelden (Meldepflicht).

✓ Es gibt keinen Numerus Clausus – bei zulassungsbeschränkten Fächern (z. B. Medizin, Psychologie) entscheidet ein Aufnahmetest.

✓ Die monatlichen Lebenshaltungskosten betragen in Wien ca. 1.000–1.400 €, in Graz oder Salzburg ca. 800–1.100 €.

✓ Ihre deutsche gesetzliche Krankenversicherung gilt in Österreich – allerdings mit Lücken. Eine Auslandskrankenversicherung schließt diese Lücken zuverlässig.

✓ Bewerbungsfristen für das Wintersemester 2026/27 an der Universität Wien: 22. Juni bis 5. September 2026.

 


Österreich ist für viele deutsche Studierende ein attraktives Ziel – und das aus gutem Grund. Das Nachbarland bietet exzellente Universitäten, eine vertraute Sprache und ein qualitativ hochwertiges Hochschulsystem, das international anerkannt ist. 

Wer in Österreich studieren möchte, profitiert als EU-Bürger von denselben Rechten wie österreichische Kommilitonen. Das bedeutet: keine Studiengebühren an öffentlichen Universitäten, keine Sprachbarriere und keine aufwändige Visumspflicht. Gleichzeitig warten einige Besonderheiten, die Sie kennen sollten, bevor Sie Ihren Studienplatz beantragen – von Aufnahmetests in begehrten Fächern bis hin zu Fragen rund um Krankenversicherung und Finanzierung. 

In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie für einen reibungslosen Start in Österreich wissen müssen: Welche Universitäten gibt es, wie hoch sind die Kosten wirklich und wie bleiben Sie dort optimal versichert?



Warum Österreich? Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

Österreich verbindet mitteleuropäische Lebensqualität mit einem starken Hochschulsystem. Für Deutsche entfällt die Sprachbarriere vollständig, der kulturelle Unterschied ist minimal – und dennoch sammeln Sie wertvolle Auslandserfahrung, die im Lebenslauf positiv auffällt. Hinzu kommt, dass Sie als EU-Bürger vollen Zugang zum österreichischen Bildungssystem haben, ohne zusätzliche bürokratische Hürden.

Besonders beliebt ist ein Studium in Österreich wegen der Nähe zur Natur (Alpen direkt vor der Haustür in Innsbruck), der vergleichsweise moderaten Lebenshaltungskosten gegenüber London oder Zürich sowie einer lebendigen Studierenden-Kultur, die vor allem Wien zu einer der lebenswertesten Städte der Welt macht.


Welche Universitäten gibt es in Österreich?

Was sind die bekanntesten Universitäten in Österreich?

Österreich hat über 20 öffentliche Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten. Die bekanntesten sind die Universität Wien, die Technische Universität Wien, die Universität Innsbruck und die Karl-Franzens-Universität Graz.

Universität Wien (gegründet 1365): 
Mit über 90.000 Studierenden ist sie die älteste und größte Universität im deutschsprachigen Raum. Besonders stark in Geistes- und Sozialwissenschaften, Jura und Naturwissenschaften – international belegt sie Spitzenplätze in den Geisteswissenschaften (Rang 22 weltweit laut QS-Ranking).

Technische Universität Wien (TU Wien): 
Exzellent in Maschinenbau, Informatik und Architektur. Eine der renommiertesten technischen Hochschulen Europas.

Universität Innsbruck: 
Mit über 170 Studiengängen die drittgrößte Universität Österreichs. Besonders bekannt für Alpinforschung, Physik und Chemie – ideal für Studieninteressierte, die Natur und Wissenschaft verbinden möchten.

Karl-Franzens-Universität Graz: 
Die zweitgrößte klassische Universität Österreichs mit starken Angeboten in Rechtswissenschaften, Wirtschaft und Naturwissenschaften.

Medizinische Universitäten: 
Mit Standorten in Wien, Graz und Innsbruck. Zugang über den MedAT (Aufnahmetest).


Wie funktioniert die Zulassung für Deutsche?

Brauchen Deutsche einen bestimmten Abiturschnitt für ein Studium in Österreich?

Nein – in Österreich gibt es keinen Numerus Clausus (NC). Das deutsche Abitur wird als Hochschulreife anerkannt. In zulassungsfreien Fächern (der Großteil aller Studiengänge) reicht die Einschreibung. Lediglich Fächer mit Aufnahmeverfahren – wie Medizin, Zahnmedizin, Psychologie oder manche FH-Studiengänge – verlangen einen bestandenen Aufnahmetest.

Für das Medizinstudium (MedAT) gilt zudem eine Quotenregelung: 75 % der Studienplätze gehen an österreichische Staatsbürger, 20 % an EU-Bürger (darunter Deutsche), 5 % an Nicht-EU-Bürger. Wer Medizin studieren möchte, sollte sich also frühzeitig anmelden und gezielt auf den Aufnahmetest vorbereiten.

Für alle anderen Studiengänge gilt: deutsches Reifezeugnis vorlegen, einschreiben, fertig. Sprachnachweise (meist B2 oder C1) sind in der Regel durch das Abitur automatisch erfüllt.

Welche Fristen gelten für das Wintersemester 2026/27?

An der Universität Wien können sich Bewerber mit deutschem Abitur zwischen dem 22. Juni und 5. September 2026 anmelden. Das Wintersemester beginnt am 1. Oktober. Für Studiengänge mit Aufnahmeverfahren liegen die Fristen teils früher – prüfen Sie daher die Webseite der jeweiligen Hochschule individuell.


Was kostet ein Studium in Österreich wirklich?

Fallen für Deutsche Studiengebühren an? 

Nein – EU-Bürger (und damit auch Deutsche) sind von den Studiengebühren an öffentlichen österreichischen Universitäten befreit, solange sie die vorgesehene Mindeststudienzeit zuzüglich zweier Toleranzsemester nicht überschreiten. Der einzige Pflichtbeitrag ist der ÖH-Beitrag (Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft) in Höhe von 21,20 € pro Semester.
 

Deutlich ins Gewicht fallen stattdessen die Lebenshaltungskosten:

  • Wien: ca. 1.000–1.400 € pro Monat (inkl. Miete, Lebensmittel, Freizeit)
  • Graz und Salzburg: ca. 800–1.100 € pro Monat
  • Studentenwohnheim Wien/Graz: ab ca. 400–600 € pro Monat (oft All-inclusive)
  • WG-Zimmer in Graz: ab ca. 260–640 € pro Monat
  • Jahresbudget (Wien): ca. 12.000–17.000 € pro Jahr gesamt

Tipp: Die österreichischen Studentenwerke (z. B. ÖJAB, WIST) bieten günstige Wohnheimplätze an. Bewerben Sie sich früh – die Nachfrage ist hoch, gerade in Wien.


Wie kann ich das Studium in Österreich finanzieren?

Kann ich als Deutscher BAföG für ein Studium in Österreich erhalten?

Ja – deutsches BAföG kann für ein Studium in Österreich gewährt werden. Es gelten dieselben Grundvoraussetzungen wie beim Inlandsstudium. Die Förderung ist jedoch zeitlich begrenzt (in der Regel für die ersten vier Fachsemester oder bis zu einem Jahr), wenn Sie das gesamte Studium im Ausland absolvieren. Informieren Sie sich beim zuständigen BAföG-Amt über die genauen Bedingungen.

Österreichische Studienbeihilfe: 
Als EU-Bürger haben Sie grundsätzlich Anspruch auf österreichische Studienbeihilfe, allerdings erst nach einem Aufenthalt von mindestens 5 Jahren in Österreich. Für die meisten deutschen Studieneinsteiger kommt dies daher nicht infrage.

Stipendien: 
Über das Portal stipendium.at sowie grants.at finden Sie zahlreiche österreichische und internationale Förderprogramme, von Leistungsstipendien bis hin zu Mobilitätsstipendien.

Nebenjob: 
Als EU-Bürger dürfen Sie in Österreich uneingeschränkt arbeiten. Der Mindestlohn liegt je nach Branche bei 10–13 € pro Stunde (Stand 2026).


Krankenversicherung: Bin ich in Österreich ausreichend abgesichert?

Reicht meine deutsche Krankenversicherung für das Studium in Österreich?

Ihre deutsche gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gilt grundsätzlich auch in Österreich – Sie können die EHIC (Europäische Krankenversicherungskarte) nutzen und damit österreichische Vertragsärzte und Krankenhäuser aufsuchen. Für ein Erasmus-Semester oder einen kurzen Studienaufenthalt ist das oft ausreichend.

Für ein Vollstudium in Österreich gibt es jedoch wichtige Lücken, die die EHIC nicht abdeckt: Rücktransporte nach Deutschland werden in der Regel nicht erstattet. Zuzahlungen, die im österreichischen System anfallen, müssen Sie selbst tragen. Bestimmte Leistungen (z. B. Zahnersatz, Physiotherapie) sind im Kassensystem begrenzt. Wer längerfristig in Österreich lebt und studiert, sollte daher ergänzend eine Auslandskrankenversicherung abschließen, die diese Lücken gezielt schließt.

Wichtig zu wissen: Nach einem Umzug nach Österreich für ein Vollstudium kann es bei manchen deutschen Krankenkassen zu Abmeldeprozessen kommen. Klären Sie den Versicherungsstatus rechtzeitig mit Ihrer Kasse.


Denken Sie rechtzeitig an Ihren Versicherungsschutz

Unsere Versicherungen für Studenten und Sprachschüler bieten Ihnen den umfassenden Schutz, den Sie für einen sorgenfreien Aufenthalt im Ausland benötigen. Mit unseren flexiblen Tarifen und umfangreichen Leistungen sind Sie bestens abgesichert.

  • Langfristige Deckung: Jahres- und Langzeitverträge bis 5 Jahre bieten weltweiten Schutz.
  • Medizinische Leistungen: Inklusive ambulanter und stationärer Behandlungen, Medikamenten und Krankenrücktransport.
  • Zusätzlicher Schutz: Optionale Haftpflicht-, Unfall-, Reiserücktritts- und Gepäckversicherungen.
  • Flexible Tarife: Anpassbare Prämien je nach Ihren individuellen Bedürfnissen.

Profitieren Sie von unseren maßgeschneiderten Versicherungen für Studenten und Sprachschüler. Eine zusätzliche Krankenversicherung im Ausland ist wichtig, da deutsche Krankenversicherungen nicht immer alle Kosten im Ausland abdecken. Mit unserem individuellen Versicherungspaket können Sie Ihre Reise unbesorgt genießen.

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Tipps & häufige Fehler beim Studium in Österreich

Tipps für einen guten Start:

  • Frühzeitig bewerben: Besonders Wohnheimplätze in Wien sind knapp – bewerben Sie sich idealerweise Monate vor Studienbeginn.
  • Aufnahmetest vorbereiten: Für Fächer wie Medizin oder Psychologie sollten Sie mindestens 3–6 Monate vor dem Testtermin mit der Vorbereitung beginnen.
  • Meldepflicht beachten: Ab einem Aufenthalt von mehr als 3 Monaten in Österreich sind Sie verpflichtet, sich beim Meldeamt zu registrieren.
  • BAföG-Antrag rechtzeitig stellen: Beantragen Sie BAföG für das Auslandsstudium frühzeitig – die Bearbeitungszeit kann mehrere Wochen betragen.
  • ÖH-Mitgliedschaft nutzen: Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft bietet kostenlose Rechtsberatung, Sozialberatung und Unterstützung bei bürokratischen Fragen.

Häufige Fehler:

  • Versicherungsschutz nicht geklärt: Viele Studierende gehen davon aus, dass die EHIC vollständig schützt – das stimmt bei Vollstudium nicht. Informieren Sie sich vor der Abreise.
  • Zu spät angemeldet: Wer erst im September einschreiben möchte, verpasst oft günstige Wohnheimplätze und Fristsemester.
  • BAföG-Auslandsregelung übersehen: BAföG für Österreich ist zeitlich begrenzt – keine Dauerlösung für ein mehrjähriges Studium.
  • Krankenversicherungslücken nicht abgesichert: Gerade bei Repatriierungen oder teuren Behandlungen kann die fehlende Zusatzversicherung teuer werden.

Versicherungsempfehlung von Bernhard Reise

Als freier Versicherungsmakler mit Spezialisierung auf Reise- und Auslandsversicherungen vermitteln wir bei Bernhard Reise Lösungen, die genau auf Ihren Auslandsaufenthalt zugeschnitten sind.

Für Studierende in Österreich empfehlen wir je nach Situation folgende Produkte:

  • Auslandskrankenversicherung für Studenten (Langzeit): Umfassender Schutz für Auslandsstudien bis zu 5 Jahren – inklusive medizinischer Rückführung nach Deutschland, Behandlungskosten und Krankentransport. Schließt die Lücken, die Ihre deutsche GKV und die EHIC offenlassen.
  • Erasmus Auslandskrankenversicherung (ab 0,99 €/Tag): Speziell für Erasmus-Semester in Österreich und anderen EU-Ländern. Günstig, flexibel und schnell abschließbar.
  • Auslandskrankenversicherung mit Materialpaket: Zusätzlich zu Krankheit und Unfall enthält dieses Paket eine Haftpflichtversicherung und eine Unfallversicherung – ideal für alle, die rundum abgesichert sein möchten.

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Transparenzhinweis: Bernhard Reise ist ein gewerblicher freier Versicherungsmakler. Die Empfehlungen auf dieser Seite dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle Beratung. Bitte prüfen Sie Vertragsbedingungen sorgfältig.


Fazit: Studieren in Österreich – gut vorbereitet ist halb studiert

Österreich bietet deutschen Studierenden hervorragende Möglichkeiten: erstklassige Universitäten, keine Studiengebühren und eine willkommene Atmosphäre für internationale Kommilitonen. Die wichtigsten Vorbereitungsschritte – Bewerbung, Anmeldung und Versicherungsschutz – sollten Sie frühzeitig angehen, damit der Start ins Auslandsstudium reibungslos verläuft.

Besonders beim Thema Krankenversicherung lohnt es sich, keine falschen Annahmen zu treffen. Die EHIC schützt, aber nicht vollständig. Mit einer passenden Auslandskrankenversicherung sind Sie auf der sicheren Seite – egal ob für ein Semester oder für das komplette Studium.

Fragen zu Ihrer Absicherung? Bernhard Reise hilft weiter: bernhard-reise.com


Mini-FAQ: Studieren in Österreich

Nein. Als EU-Bürger benötigen Sie weder ein Visum noch eine Aufenthaltsgenehmigung. Für Aufenthalte über drei Monate gilt jedoch die Meldepflicht beim österreichischen Einwohnermeldeamt.

Nein, einen klassischen Numerus Clausus wie in Deutschland gibt es nicht. Bei zulassungsbeschränkten Fächern (z. B. Medizin, Zahnmedizin, Psychologie) entscheidet ein Aufnahmetest – nicht der Abiturschnitt.

An öffentlichen Universitäten fallen für EU-Bürger keine Studiengebühren an. Es wird lediglich der ÖH-Beitrag in Höhe von 21,20 € pro Semester fällig.

Ja, mit der EHIC können Sie österreichische Vertragsärzte aufsuchen. Für ein Vollstudium empfiehlt sich jedoch eine Zusatzversicherung, da Rücktransporte und einige Eigenanteile von der EHIC nicht abgedeckt werden.

Ja. Deutsches BAföG kann für ein Studium in Österreich gewährt werden, ist jedoch für das reine Auslandsstudium zeitlich begrenzt. Wenden Sie sich an Ihr zuständiges BAföG-Amt für individuelle Beratung.


Denken Sie rechtzeitig an Ihren Versicherungsschutz

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  • Langfristige Deckung: Jahres- und Langzeitverträge bis 5 Jahre bieten weltweiten Schutz.
  • Medizinische Leistungen: Inklusive ambulanter und stationärer Behandlungen, Medikamenten und Krankenrücktransport.
  • Zusätzlicher Schutz: Optionale Haftpflicht-, Unfall-, Reiserücktritts- und Gepäckversicherungen.
  • Flexible Tarife: Anpassbare Prämien je nach Ihren individuellen Bedürfnissen.

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Florian Gries LinkedIn

Head of Marketing · Bernhard Reiseversicherungsmakler GmbH · seit 2017

Seit 2020 bin ich als digitaler Nomade unterwegs – und habe am eigenen Leib erfahren, dass selbst der beste Plan irgendwann mit der Realität kollidiert. Als Head of Marketing bei einem spezialisierten Reiseversicherungsmakler weiß ich: Die meisten Reisenden planen alles bis ins Detail – nur nicht den Ernstfall. Deshalb sollen sich meine Texte nicht nur auf klassische Reisetipps beschränken, sondern auch zeigen, wie man sich unterwegs sinnvoll absichert und Risiken richtig einschätzt.

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